gerade in: China11. 10. 2oo9 - Teil I von III
Taìyuan: Ticket, Tempel und Museum


Kein warmes Wasser am Morgen. Kein Wunder bei dieser Konstruktion. Nichts für unsere Sanitär- und Elektroinstallateure. Wir fassen besser nichts an und marschieren zur Rezeption. "Nuan shui" für warmes Wasser und ein kräftiges Kopfschütteln führen nicht zum gewünschten Erfolg. Dieses Bild auf der Digitalkamera aber zaubert ein Lächeln aufs Gesicht der Empfangsdame, die gerufene Etagenaufsicht begleitet uns ins Zimmer und zeigt uns den Einschalter. OK, dann langen wir das Ding halt doch an, scheint halb so gefährlich zu sein, wie es aussieht.

Als nächstes werden wir die Bahntickets für die Fahrt morgen nach Ping Yao kaufen. Dazu geht man am Besten zum Bahnhof. Über Nacht hat es geregnet und die Straßen sind richtig schlammig geworden. Der dichte Verkehr, fehlende Fußgängerampeln und das Recht des Stärkeren macht das "über die Kreuzung gehen" zum Abenteuer.


In der Ticketverkaufshalle gibt es 20 Schalter hinter denen sich bereits lange Schlangen gebildet haben. Eigentlich wollen wir vom Aufseher nur wissen, an welche wir uns anstellen sollen, denn es ist alles nur auf chinesisch ausgeschildert. Der überlässt das ins Megaphon schreien seiner Kollegin und übersetzt zuerst einmal unseren Spickzettel mit Zugnummer, Ziel und Abfahrtszeit in chinesische Zeichen. Dann eskortiert er uns vorbei an den langen Schlangen an Schalter eins und keine Minute später halten wir zwei Zugtickets für 80ct in der Hand. Das ist gepflegtes Vordrängeln!



In der Internethölle dürfen wir zwar nicht unser Notebook anstöpseln, doch für eine Reservierung der nächsten Unterkunft reicht es vollkommen.





Mit dem Bus Nummer 6 geht es in Richtung Shanxi-Museum. Auf dem Weg dorthin entdecken wir ein Einrichtungshaus. Hier gibt es schicke Sachen! Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Tapeten und Sanitäreinrichtung. Sogar Duravit hällt hier die Fahne hoch! Hätten wir uns damals für das rechte WC entscheiden sollen? Aber für was sind die vielen Knöpfe und Schalter? Das ähnelt eher einer Waschmaschine!




Es gibt nicht nur Fensterputzer sondern auch Säulenreinigungsteams.







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