14. o1. 2o1o - Teil I von IIder ganz normale Wahnsinn in der heiligsten Stadt Indiens
Auf dem Weg zum Frühstück, wir haben uns im Reiseführer das Monalisa Cafe and Bakery ausgesucht, doch die verwinkelten Gassen machen es nicht einfach, den richtigen Weg zu finden.
Gut, dass wir gestern abgeholt worden sind. Selbst bei Tageslicht wird es nachher nicht leicht sein, wieder den Weg zwischen Kühen und all den vielen Leuten zurück zu finden. Nach spätestens zwei Häusern macht der Weg einen Kick, es kommt ein Abzweig oder man landet in einer Sackgasse.
Die Begegnungen unterwegs sind beindruckend, fremdartig, erstaunlich, mit Worten eigentlich nicht zu beschreiben. Wir sind in Varanasi, der heiligsten Stadt Indiens. Hierher kommt man als Hindu, um sich im Ganges bei einem Bad von seinen Sünden zu befreien, die Toten werden am Ufer verbrannt und nebenbei geschehen auch ganz alltägliche Dinge wie Wäsche waschen oder den Drachen steigen lassen. Die Welt dreht sich anders in Varanasi.
Wir brauchen eine Pause und versuchen immer noch, das Frühstückscafe zu finden. Viele Schilder, viele Richtungen, alles führt irgendwohin im Irrgarten der verwinkelten Gassen.
Die Kühe lassen sich nicht vom Chaos auf der Hauptstraße beeindrucken. Sie stehen stundenlang an der selben Stelle, wühlen im Abfall, träumen vielleicht vom Gras, das sie hier sicherlich noch nie gesehen haben und produzieren den Grundstoff für den herrlichen Schlamm, der nach jedem Regen den ganzen Boden bedeckt.
"Take a Photo!"


