06. 11. 2oo9Die Pagode der sechs Harmonien und der bambusgesäumte Pfad bei Yundi:
der Tag der tausend und einen Treppenstufe
Die Pagode der sechs Harmonien ist 60 Meter hoch. Von außen hat sie 13 Stockwerke, beim Hochklettern überwindet man aber nur sieben.
Von hier oben kann man gut über die Schleife des Qiantang Flusses schauen. Die Pagode diente früher sogar als Leuchtturm für die Flussschifffahrt. Im Inneren ist sie aus Ziegeln gemauert, die Verkleidung ist aus Holz. Das Holz wurde mehrmals ausgetauscht, zuletzt 1900. Der Ziegelsteinbau stammt aus dem Jahre 970.
Unterhalb der Pagode kann im Openairteegarten ausgezeichnet zu Mittag gegessen werden. Das Gedeck sieht etwas nach Gefängnisgeschirr aus, das Essen ist aber prima.
Nach einer kleinen Odyssee mit zwei Bussen und vier Beinen erreichen wir das Tor zum Bambusweg.
Etwas neidvoll sehen wir die dicken, riesigen Bambushalme an.
Im Frühjahr kann man da lecker Bambussprossen ernten.
Wir sind aber mit den kleineren Halmen vor unserem Haus natürlich auch zufrieden.
Von der 34 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Bushaltestelle führt eine Treppe nach oben. Wo die wohl endet?
Auf unserer Karte ist ein Tempel eingezeichnet!
Immer weiter nach oben, der Bambuswald hat sich schon verabschiedet und wird von ordinären Bäumen ersetzt. Noch einmal um die Kurve, dann muss der Tempel doch erreicht sein?!
Noch eine Kurve?
Sicher ganz oben auf dem Gipfel!
Leider nicht auf dem Ersten aber nach einem kurzen Abstieg kommt der letzte Aufstieg, bevor wir den etwas unspektakulären Tempel auf 350 Meter Höhe erreichen.
Wenigstens die Aussicht ist fein - leider nur ab und zu durch den Blättervorhang zu sehen.
Zurück im Bambuswald - es ist zum Glück gerade noch hell und wir erwischen sofort den richtigen Bus.


