gerade in: Indien15. o1. 2o1o - Teil IV von IV
Makar Sankrant, Sonnenfinsternis und die wundersame Welt der Ghats



Ein anderes, für uns beinahe nicht in Worten zu fassendes Kapitel der Ghats ist die Verbrennung der Toten.




Für einen Hindu ist die Verbrennung nach dem Tod an einem der Ghats hier die Erlösung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten.
So bringen die Angehörigen, sofern sie es sich leisten können, ihre Toten auch aus einem großen Umkreis nach Varanasi. Die Leiche wird dabei auf zwei Bambusstangen gebunden und ist mit Tüchern umhüllt. Leichenwagen? Das Dach eines öffentlichen Busses, zu Fuß oder wer das Geld dafür hat, der lässt alle mit dem LKW nach Varanasi fahren.


An den verschiedenen Verbrennungsghats werden täglich zwischen 300 und 400 Leichen verbrannt. Tag und Nacht - ohne Unterbrechung und nebeneinander. Zuvor wird die Leiche in den Fluss getaucht.






Die ganze Zeremonie dauert ungefähr drei Stunden. Vom Aufschichten des Holzes - es gibt verschiedene Holzarten, wobei Sandelholz die edelste und teuerste ist - bis zum Zusammensammeln der Asche. Das Holz wird abgewogen, es soll genau zum Verbrennen des toten Körpers ausreichen. Die Luft ist beißend vom Qualm der nebeneinander brennenden Scheiterhaufen. Oberhalb gibt es drei Gebäude, deren Fenster keine Scheiben haben. Hier wohnen alte Menschen, die auf ihren eigenen Tod warten.












Jeden Abend findet die Ganga Aarti Zeremonie am Dasaswamedh Ghat statt. Sieben Bramahnen auf der einen, fünf auf der anderen Seite schwingen eine Stunde lang Feuer, Glocken und Räucherwerk zu Ehren der Mutter Ganges







Am Ufer von Varanasi kehrt niemals Ruhe ein.





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